Dieser Abend wird von der Futur-Gruppe selbst performt –

Live-Aktionen und Filme wechseln sich ab.

Freitag, 29. September 2017 I 20 Uhr

im Gartenkunstnetz I Eifflerstraße 35 I 22767 Hamburg I www.gartenkunst.net

Veranstaltung 1
Donnerstag,
28. September 2017
im Haus 73

Veranstaltung 2
Freitag,
29. September 2017
im Gartenkunstnetz

Veranstaltung 3
Samstag,
30. September 2017
im 3001 Kino

Film und Live-Performance von Birgit Dunkel

»Sprünge durch die Stadt – Jumping City«

Im Sprung verlässt der Körper für Bruchteile von Sekunden den Boden – überwindet die Schwerkraft – wir fliegen! Der uralte Menschheitstraum vom Fliegen wird für einen Augenblick Wirklichkeit. Die Geschichte einer Stadt, konserviert in Architekturen, Orte als Zeugen von Zeitgeschichte – Orte der Barbarei, Orte des Mutes, Orte des Mitgefühls – werden neu erlebbar gemacht und mit dem Alltag

der Gegenwart verknüpft.


Film von Svenja Baumgardt und Mario Gehrke

»Stimmen aus dem Off – Nachbetrachtungen zu G20«

Nach den G20-Unruhen am Schulterblatt hatten wir es ziemlich eilig wieder aufzuräumen, die verkohlten Barrikadenreste von der Straße und die schwierigen Gedanken aus dem Kopf zu schaffen.

Sieben Beteiligten kommen dabei zu wort um über ihre Erlebnisse und Gedanken zu berichten. 80 Min.


Dazu neue Clips von Rasmus Gerlach über die Hamburger Performancegruppen Schwabinggradballett, Megafonchor und Schlumpf the Blue Zone.

Wie kann politischer Protest in Zukunft aussehen?


Credits:


* Bildcredit

»Jumping at Parthenon of forbidden books«, Regie: Birgit Dunkel / Kamera: Rasmus Gerlach


** Bildcredit

»SchlumpfJump die blaue Zone (G20)!«, R/D: B. Dunkel / K.: Irmela Kästner


Birgit Dunkel

Birgit Dunkel ist Bildende Künstlerin und Kuratorin. Sie arbeitet an Performance-, Fotografie-, Film- und Textprojekten. Ihre installativen Fotografie-Projekte »memory effect«, »madonnen« und »Blanche« wurden in großen Ausstellungen gezeigt.

Für die Hamburger Architektursommer hat sie das mobile künstlerische Stadterkundungsprojekt »Bi's Cruising Tours« entwickelt.

Eine neue Version der »Cruising Touren« hat sie gerade zum Thema »utopian artistic living and punk music in the early eighties in the industrial east of Kassel« für die documenta14 in Kassel realisiert.

weitere Infos: www.birgit-dunkel.de


Svenja Baumgardt

Svenja Baumgardt, geboren 1973 setzte sich bereits mit 16 Jahren mit Computergrafik auseinander, und arbeitet seit Mitte der Neunziger Jahre im Videospielebereich, inzwischen als Konzeptgrafikerin. 2009 begann sie in Kooperation mit Feuerloescher-tv intensiv zu filmen, hauptsächlich in der Hamburger Protest- und Kunstszene. Später erarbeitete sie eigene Filmprojekte, bei denen sie viel Wert auf eine gesellschaftskritische Sicht in Kombination z.B. mit Performativer Kunst legte. Ihre Dokumentation „Esso-Häuser-Requiem“ eine Performance des Megafon-Chors aus dem Jahr 2014, ist dabei bereits in fünf Gemeinschaftsausstellungen eingeflossen.


Schwabinggrad Ballett

Das Schwabinggrad Ballet ist ein aktivistisch-künstlerisches Kollektiv aus Hamburg, das sich zur Jahrtausendwende gegründet hat, um jenseits ritualisierter linker Protestformen unerwartete Situationen herzustellen. Neben dem Musik-Projekt nimmt das Schwabinggrad Ballett auch an Demos, Grenzcamps, Anti-Olympia-Veranstaltungen und anderen politischen Aktionsformen teil.

http://schwabinggrad-ballett.org


Megafon-Chor

Der Chor kam im letzten Jahr auf Demonstrationen gegen die rasante Gentrifizierung St. Paulis zum Einsatz: Zwölf Frauen mit Megafonen waren Verstärkung für die Bewohner und Gewerbetreibenden der Esso-Häuser.

https://youtu.be/oLbqhnb0FgE


Gartenkunstnetz

Das Schulterblatt ist das Herzstück der Schanze. Hier pulsiert das Leben, die Flaniermeile jedes hippen Hamburgers und Hamburgbesuchers.

In einer Seitenstraße 200 Meter weiter läuft das Leben viel langsamer ab - und das ist gut so.


Der Garten vom Verein des Gartenkunstnetz e.V. in der Eifflerstraße ist ein idyllischer Geheimort, nicht weit entfernt vom Trubel des Schulterblatts versteckt. Der Verein hat das Privatgrundstück zu einem kleinen, liebevoll gestalteten Gemeinschaftsgarten umgewandelt, der Künstlern einen Atelierraum bietet und in dem ab und an Konzerte und andere nette Veranstaltungen stattfinden.

Der Ort soll als Freiraum wahrgenommen werden, der Raum für kommerziell befreite Kreativität schafft.

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